Schluss mit schlechtem Fast Food

Seit Jahrzehnten drängen sich bekannte Fast-Food-Ketten in die Innenstädte dieser Welt. Sie verkörpern einen gesellschaftlichen Drang nach Geschwindigkeit und Einfachheit. Schnelles Essen in nur wenigen Minuten zubereitet und voller Energie für den Tag. Doch die Realität sieht anders aus. Die uns bekannten Fast-Food-Ketten glänzen häufig nur durch ihre Geschwindigkeit in der Zubereitung und weniger durch einen gesunden und energiereichen Inhalt. 

„Bio“ und „vegan“ erobern die Fast Food Lobby

Wenn sich Begriffe in den letzten Jahren im Bereich der Lebensmittelindustrie durchgesetzt haben, dann sind es „Bio“ und „vegan“. Kaum ein anderer Begriff hat sich als solch großer Multiplikator erwiesen, sodass die europäische Politik sie in ihre Lebensmittelausweisungen als festen Bestandteil übernommen hat. Und auch im Bereich Fast Food sind diese Begriffe zum Fachjargon erhoben worden. Wer schnell und gesund im Alltagstreiben außerhalb der eigenen vier Wände leben möchte, für den sind diese Begriffe mehr als nur eine Floskel. Daher ist vegan essen in Tübingen oder anderen Großstädten unseres Landes selbstverständlich geworden. Die Entwicklung in diesem Bereich des Fast Foods schreitet mit großen Schritten voran. Immer mehr Geschäfte öffnen in sehr guter Lage in hoch fluktuierten Zentren unserer Städte und bewerben eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Auch der Smoothie Shop und sein unglaublich großes Angebot an der Smoothie Bar mit ausschließlich frischen und vitaminreichen Angeboten weckt zunehmend hohes Interesse. Es zeichnet sich daher ab, dass eine schnelle Nahrungsaufnahme im urbanen Raum keineswegs weniger sein soll als eine gesunde und schnelle zugleich. Gesunde Ernährung wird daher zu einem wichtigen Bestandteil unseres Lebens. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und spiegelt sich nicht nur auf einem breiten Bereich unserer Gesellschaft, sondern auch auf eine wachsende Fülle von Angeboten wider. Denn die Nachfrage ist groß und der Markt längst nicht übersättigt. 

Sind ungesunde Fast-Food-Ketten Geschichte?

Bei dieser Entwicklung fragt man sich natürlich, ob der Drang nach frischen und gesunden Lebensmitteln ein Abgang ungesunder Fast-Food-Ketten mit sich bringen wird. Letztlich ist es eine rein spekulative Frage und kann an dieser Stelle keineswegs beantwortet werden, doch lassen einige Argumente Grund zu Vermutungen stellen. Eine gesunde Ernährung ist zwar einem Großteil der Bevölkerung sehr wichtig, doch hängt mit ihr auch meist eine finanzielle Hürde zusammen. Denn nicht jeder ist in der Lage sich den verhältnismäßig höheren Preisen hingeben zu können. Das ist selbstverständlich ein Problem für den Wunsch flächendeckend ein gesundes und vielfältiges Nahrungsangebot schaffen zu können. Zudem müssten diese nachhaltig und ganzheitlich orientierten Fast Food Restaurants sich dem finanziellen Mehraufwand exklusiver Innenstadtlokale mit hohen Mietpreisen widmen können. Sicherlich ein weiterer Multiplikator für eine erhöhte Preisspanne der Angebote. Dies führt dazu, dass sich auch weiterhin eine größere Anzahl an Menschen den gängigen Fast-Food-Ketten statt ihrer gesunden Alternativen im innenstädtischen Bereich widmen werden. Erst wenn sich eine finanzielle Annäherung der Lebensmittelpreise vollziehen würde, wäre ein letztes Verdrängen der herkömmlichen Fast-Food-Ketten überhaupt erst möglich. Selbst dann ist es ein langer und arbeitsreicher Prozess.