Wenn Mensaessen zum Doping wird

Auch wenn die ein oder andere Mensa an einem Universitätsstandort keinen guten Ruf genießen sollte, sind es besonders die Mensen, die für Studierende ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot zaubern. Das schlechte Mensaessen von früher gehört heute zum Glück der Vergangenheit an. Vegetarische Vielfalt, bewusster Fleischkonsum und breitgefächerte Angebote zieren heutzutage die Angebotstafeln deutscher Mensen. Nicht zuletzt verdanken Studierende dies sowohl dem unermüdlichen Einsatz ihrer Studierendenvertreter als auch den deutschlandweiten Auszeichnungen für Mensen. Diese Auszeichnungen erlangen einen immer größeren Stellenwert und sind gerade für kleinere Studienstandorte auch ein wichtiges Argument, wenn es für Studienanfänger um die Wahl ihres Studienortes geht. 

Die Bedeutung der Mensen 

Nicht nur für die Entscheidung hinsichtlich des Studienortes sind Mensen durchaus bedeutsam, sondern sie tragen ebenfalls einen wichtigen Beitrag für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bei. Nebenbei bemerkt gilt entgegen allgemeiner Wahrnehmung dieses Angebot an vielen Standorten in Deutschland selbstverständlich nicht nur den Studierenden vor Ort, sondern auch Hochschulmitarbeitern und anderen Gästen. Doch warum ist sind Mensen hauptsächlich an Studienorten als fester Bestandteil anzufinden, wenn man als Student doch überall essen könnte? Das hat verschiedene Gründe. Zum einen bieten Mensen eine gewisse Versorgungsgrundlage und sind im Idealfall in der Nähe zentral gelegener Bildungszentren anzufinden. Zum anderen sollen abwechslungsreiche Nahrungsangebote für einen gesunden Zustand der Studierenden sorgen und sie durch subventionierte Speiseangebote dahingehend unterstützen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Denn Studierende, die sich beispielsweise durch überhöhten Kaffeekonsum in eine Koffeinabhängigkeit manövrieren, oder durch eine einseitige Ernährung mit Mangelerscheinungen wie beispielsweise Vitamin- oder Dopaminmangel auseinandersetzen müssen, sind für ein wissenschaftliches Begehren großer Hochschulen nicht förderlich. 

Es wird Zeit den Mensen mehr Beachtung zu schenken

An vielen Hochschulstandorten ist die Erkenntnis über den hohen Stellenwert der Mensen bereits angenommen und realisiert worden. Einige Standorte hadern jedoch noch mit einer überdurchschnittlichen Förderung ihrer Mensen. Sicherlich ist die direkte Auswirkung einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung aus Sicht der Betreiber nicht immer sofort ersichtlich, doch gibt es einen Grund, dass sich immer mehr Mensen in Deutschland freiwillig an Qualitätswettkämpfen beteiligen und diese Bemühungen dann auch in eine ausgeweitete Angebotsvielfalt überführen. Eine gute Mensa bietet nicht nur Studierenden die die Nacht durchmachen und sich in regelmäßigen Abständen größten Stresssituationen während der Prüfungszeit hingeben eine solide Ernährungsbasis, sondern trägt durch ihre Öffnung nach außen hin auch einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Grundlagen ausgewogener Ernährung in die Gesellschaft hinein. Daher sollte man den Mensen für ihre Leistungen an den Hochschulorten Deutschlands eine deutlich höhere Anerkennung zukommen lassen. Ihre Arbeit und ihr Anspruch eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu erschwinglichen Preisen mit möglichst höher Qualität für eine möglichst große Masse anbieten zu können ist für unsere Gesellschaft im urbanen Raum eine wichtige und lehrreiche Zielsetzung. Auch wenn sich Mensaessen vielleicht nicht an allen Standorten den besten Ruf erwirtschaftet hat, so verdient es deutlich mehr Anerkennung als wir ihm zumeist geben.